Rabu, 18 Maret 2026

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Zugabe Ursula Karusseit

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Über das Produkt Schon einmal und zur Freude zahlreicher Leser hat Ursula Karusseit über ihr Leben berichtet; das Gesprächsbuch »Wege übers Land und durch die Zeiten«, gemeinsam mit dem Journalisten Hans-Dieter Schütt, erschien 2009. »Zugabe« nennt die Schauspielerin nun ihr neues Buch. Und erzählt in pointierten Anekdoten und Episoden vom Theater, von kleinen und großen Rollen, von öffentlich vieldiskutierten Inszenierungen und verborgen gebliebenen Ereignissen am Rande, von der beliebtesten Serie des deutschen Fernsehens »In aller Freundschaft«, von ihrem privaten Alltag, mithin auch von den Lasten und »Lastern« des Alters. Denn: »Einfach aufhören, meinen ›Ruhestand genießen‹, das wäre nichts für mich. Ich bin und bleibe Schauspielerin, und jede Rolle ist eine neue Herausforderung, eine eigene kleine Welt, die man sich erschließt. Das hält den Kopf frisch.« Über den Autor und weitere Mitwirkende Ursula Karusseit wurde 1939 in Elbing geboren. Aus dem damaligen Ostpreußen kam die Familie nach Parchim, später nach Gera. Nach einer Ausbildung zur Stenografin studierte sie Schauspiel an der Schauspielschule Berlin-Schöneweide, war zunächst am Deutschen Theater engagiert, wo sie 1966 als Elsa in der legendären Inszenierung "Drachen" von Jewgeni Schwarz einen sensationellen Erfolg feierte; Regie führte der Schweizer Regisseur Benno Besson, der spätere Ehemann der Karusseit. Mit dem Fünfteiler "Wege übers Land", 1968, einer überaus erfolgreichen Produktion des Deutschen Fernsehfunks der DDR, erlangte Ursula Karusseit 1968 große Popularität. Sie übernahm viele Rollen in DEFA- und Fernsehfilmen. Als Theaterschauspielerin, und mit Besson an ihrer Seite, arbeitete sie dann an der Berliner Volksbühne,.u.a. als Shen Te in Brechts 'Der gute Mensch von Sezuan', übernahm auch Regiearbeiten und trat in Gastengegaments auf, so als 'Mutter Courage' 1986 in Köln. Nicht wegzudenken ist sie heute auch als Charlotte Gauss, die resolute und herzliche Cafeteria-Chefin der beliebten MDR-Serie "In aller Freundschaft". Ihr Sohn, Pierre Besson, wurde ebenfalls Schauspieler. Ursula Karusseit lebt heute in Senzig, südlich von Berlin, und ist in zweiter Ehe mit ihrem langjährigen Lebensgefährten, dem Beleuchtungstechniker Johannes Wagner verheiratet.

...und in ihrer Biographie waren eigentlich alle Informationen liebevoll verpackt in gut lesbaren Texten enthalten, ihre Filme, ihre Auftritte am Theater, ihre Interviews - alles schlüssig, alles stimmig, von Klarheit gezeichnet ohne jenes Übermaß an Mitteilungsbedürfnis.Dieser "Zugabe" hätte es meiner Meinung nach nicht bedurft, auch der Preis ist durch nichts gerechtfertigt.Keine Kaufempfehlung.

Schnelle Lieferung und mit Interesse schnell gelesen.Eine tolle ostdeutsche Schauspielerin mit realistischen Rückblicken.

Ich habe es erst angefangen zu lesen. Habe es gekauft, weil ich die Schauspielerin sehr möchte.

Senin, 16 Maret 2026

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Papa Lalalaya: Die Familiengeschichte des Extrembergsteigers Hermann Buhl Kriemhild Buhl

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Über den Autor und weitere Mitwirkende Kriemhild Buhlgeboren 1951 in Innsbruck, Schulzeit im Berchtesgadener Land. Studium in Heidelberg und München (Fremdsprachen und Bibliothekswesen), schon während des Studiums als freie Journalistin tätig. Sie hat fremde Länder bereist, und sie sagt von sich: „Ich habe viele Erfahrungen gesammelt, Freundschaften geschlossen, aber immer wieder bin ich gerne in meine grüne, vertraute Heimat zurückgekehrt, deren Menschen ich am besten kenne, weil ich ihnen ähnlich bin.“ Kriemhild Buhl schrieb Romane und Kinderbücher. Sie erhielt 2009 für ihr Buch »Mio Padre Hermann Buhl« den italienischen Literaturpreis »Premio Letterario Leggimontagna«. Ihre Autorenlesungen führten sie quer durch Österreich, Deutschland, Südtirol und die Schweiz. Die Autorin lebt mit ihrem Mann, dem Photographen Thomas Klinger, seit 2012 in der Ramsau am Fuße des Watzmanns.

Eine psychologisch sensible und spannende Autobiografie,das Psychogramm einer Familie mit außergewöhnlicher Geschichte,ist Kriemhild Buhl mit „Papa Lalalaya" gelungen. Die Autorin beschreibt das aufregende Leben ihrer Familie mit einem Helden, der  Bergsteigerlegende, dem Nanga Parbat-Bezwinger von1953, Hermann Buhl. Ergreifend, bildhaft und detailliert lässt sie die LeserInnen zu Beginn des Buches die wichtigsten bergsteigerischen Leistungen ihres Vaters nacherleben.Bis zum tragischen Absturz im Himalaya 1957 gibt Kriemhild Buhl Einblicke in die Seele eines besessenen Bergsteigers und extremen Menschen, der kaum zu Hause war und dessen Leben sich die Familie unterzuordnen hatte. Nach seinem Tod änderte sich alles! Das Leben für die junge mittellose Witwe Eugenie Buhl, die mittlerweile drei kleine Töchter hatte, wurde chaotisch, außergewöhnlich traurig und oftmals auch komisch. Die Autorin, die älteste Buhl-Tochter, beim Tod des Vaters gerade mal 6 Jahre alt, beschreibt in einer Offenheit und Ehrlichkeit dieses neue und anstrengende Leben. Es war immer ein Leben im Ausnahmezustand, am Rande des Abgrunds. Die Mutter war ständig überfordert , schon als Ehefrau und später erst recht als Witwe. Sie musste nun aus eigener Kraft eine Existenz aufbauen und ihre Töchter irgendwie groß kriegen. Mit einer guten Portion Humor und Sprachwitz beschreibt die Autorin das außergewöhnliche Leben von vier Frauen im Widerstreit mit einer männlich betonten Gesellschaft, in der Frauen und Kinder eine Nebenrolle spielten, zumal wenn der Vater eine Legende war. Bereichernd ist zudem die schöne Gestaltung des Buches mit den vielen dokumentarischen Schwarz-Weiß- Fotografien.

Ein Buch (auch) über einen legendären Bergsteiger - also eher eine Männerlektüre? Ganz im Gegenteil: Gerade für Frauen - ob Töchter oder Mütter - ist dieses Werk eine Lese-Muss ... warum? Hier mein Fazit:"Papa Lalalaya" antwortete die Autorin wohl immer als Kind, wenn man sie nach ihrem Vater fragte, der im Himalaya war. Als er zurückkam, war er weltberühmt und wurde als Held gefeiert: der Extrembergsteiger Hermann Buhl, der 1953 als Erster den Nanga Parbat bestieg."Lalalaya" bedeutete für das kleine Mädchen so viel wie: weit weg, nicht da. Ein Vater, der keiner war.Nicht da - jedenfalls für sie und die Familie - , so empfand wohl die Autorin die Rolle ihres Vaters, so prägte sich für sie und ihre Schwestern ein Männerbild von einem „Traummann“ mit Defiziten. Traummänner und Helden sind nur im Film erstrebenswert, im wirklichen Leben sind sie für Frauen oft katastrophal, schreibt die Autorin. Sie schildert den Alltag ihrer Mutter, die sich für ihren „Traummann“ geradezu aufreibt, um ihm einerseits den Rücken von familiären Verpflichtungen frei zu halten und ihn andererseits nicht völlig aus den Augen zu verlieren, und die nach seinem plötzlichen Bergtod mit 3 kleinen Kindern allein und mittellos dasteht und ums Überleben kämpft. Die Autorin schildert das chaotische Aufwachsen der drei vaterlosen Töchter, deren Vater von allen als Vorbild idealisiert wurde, was in den jungen Mädchen eine unrealistische Sehnsucht nach dem Traummann weckte .... und das spätere Scheitern im realen eigenen Leben geradezu programmierte.Mein Urteil als Literatur-Fan: Das Buch ist das sensible Portrait eines Besessenen, eines Süchtigen und das Psychogramm einer Familie im permanenten Ausnahmezustand. Voller Witz und Humor kommt die prüde Atmosphäre der 50er und 60er Jahre rüber, die Einblicke in das Gefühlsleben der heranwachsenden Töchter sind frech und sensibel zugleich, die Identitätsfindung der jungen Witwe ist wirklich bildhaft gezeichnet.Mein Urteil als selbst aus dieser Gegend stammender Bergfex: Die kraftvolle Sprache ist gleichzeitig ungewöhnlich poetisch und sinnlich - ein außergewöhnlicher Lesegenuss, der intensive Bilderwelten vor dem geistigen Auge erstehen lässt, der unweigerlich zum Nachdenken über die eigene Familiengeschichte anregt und lange, lange nachhallt ... 100%ig zu empfehlen!

Von der ersten bis zur letzten Zeile fesselnd, spannend, mitreißend, traurig, ehrlich und auch oft von bezaubernder Komik. Die Geschichte einer überhaupt nicht alltäglichen Familie. Die Schriftstellerin Kriemhild Buhl - Tochter des Extrembergsteigers Hermann Buhl, dem es als ersten Bergsteiger gelang ohne Sauerstoff die zwei Achttausender Nanga Parbat (im Alleingang) und Broad Peak (gemeinsam mit Kurt Diemberger) zu besteigen und sich damit für immer in die Annalen der Alpingeschichte einzuschreiben - erzählt hinreißend frisch und wunderbar frech von ihrer Kindheit und Jugend im Schatten des »Rock«-Stars der 50er Jahre, der nach seinem Absturz an der Chogolisa seine Frau Generl Buhl und die drei Töchter Kriemhild, Sivia und Ingrid in Trauer und auch Wut hinterließ. Dieses Buch ist Vatersuche und eine tiefe Verneigung vor der Mutter, der es gelang, für sich und ihre Töchter eine Existenz aus dem Nichts aufzubauen - die Autorin schildert Kindheit und Jugend der drei vaterlosen Töchter in der Nachkriegs- und beginnenden Wirtschaftswunderzeit, den chaotischen Existenzkampf der Mutter mit ihrer Gästepension »Haus Hermann Buhl«, die in diesem Buch zur wahren Heldin wird. Das Buch ist so spannend, unterhaltsam und poetisch geschrieben, dass ich es an einem Wochenende verschlungen habe.Sehr empfehlenswert!